LVBB-NRW

Landesverband Bergbaubetroffener NRW e.V.

Hochwasserisiko durch Bergbau

[3. 7. 2018]

"Risikoerhöhung durch Bergbau am Niederrhein" ist der Titel einer Kleinen Anfrage des Abgeordneten René Schneider (SPD), die jetzt durch die Landesregierung beantwortet wurde.

Es geht darum, dass der Bergbau am Niederrhein beiderseits des Flusslaufs für starke Senkungen gesorgt hat. Diese führten dazu, dass vormals hochwasserfreie Gebiete zu hochwassergefährdeten Gebieten wurden. Dadurch ist das volkswirtschaftliche Risiko (aufgrund des Handelns eines "Privatkonzerns") unverantwortlich erhöht wurde. Zum Ausgleich wurden schon in den Jahren 2002 bis 2006 Maßnahmen entwickelt, von denen allerdings nur eine, ein Polder mit zusätzlichem Deich bei Rheinberg, überhaupt geplant wird.

Alle anderen von den Wissenschaftlern damals vorgeschlagenen Maßnahmen wurden gar nicht erst angegangen, die Gertigstellung der Poldermaßnahme wird sicher noch 10 Jahre dauern. Interessant ist auch die Frage des Kostenträgers. Schließlich wird der zusätzliche Deich - auch - aufgrund des Bergbaus erstellt. Durch diesen zusätzlichen Deich wird übrigens nur eine sehr kurze Deichstrecke von ca. 4km gesichert. Da der Rhein aber keinen fragt, wo er über die Ufer tritt und das Wasser sich dann weit in der niederrheinischen Tiefterrasse ausbreiten kann, ist diese Maßnahme sicher kein Ersatz für den Schutz, der durch den Bergbau genommen wurde.

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