LVBB-NRW

Landesverband Bergbaubetroffener NRW e.V.


[18.12.2017]

Dem Ministerpräsidenten Laschet ist wirklich nichts zu blöde, als dass man es nicht öffentlich propagieren könne. Jetzt ist er auf die Idee gekommen, die Belgier sollten doch das marode Atomkraftwerk Tihange abschalten - das ist natürlich ein toller Ansatz. Dann hätte er aber besser einen Punkt gemacht. Stattdessen schlägt er allen Ernstes (??) vor, Braunkohlestrom könne den Belgiern die Versorgung sichern.

Das ist das absurde Theater unser Landesregierung mit dem Klimaschutz. Tihange abschalten ist sicher richtig und unabdingbar. Aber ein Ersatz durch klimaschädlichen Braunkohlestrom kommt ja wohl nicht infrage. Warum bietet Laschet nicht an, die Windenergie weiter auszubauen und den dadurch erhaltenen Strom den Belgiern zur Verfügung zu stellen? Stattdessen will die LR durch den "Winderlass" die Errichtung von Windkraftanlagen erschweren. Man fragt sich, in welcher Welt Herr Laschet lebt. Es fallen einem viel drastischere Bemerkungen ein, aber "höflich geht die Welt zugrunde."


[14.12.2017]

Das einzige im Ruhrgebiet noch fördernde Bergwerk ist die Zeche auf Prosper-Haniel. Jetzt sieht es so aus, als könnte dort noch vorzeitig das Aus drohen. Wie die örtliche Bürgerinitiative IBB Bottrop heraus gefunden hat, werden die durch den Rahmenbetriebsplan genehmigten Gesamtsenkungen überschritten. Damit dürfte kein weiterer Abbau mehr erfolgen.

MdL Wibke Brems von den GRÜNEN hat jetzt hierzu eine Kleine Anfrage gestellt. Es wird spannend, wie sich die Bergbehörde da wieder heraus winden wird!


[16.12.2017]

Durch die Große Anfrage der GRÜNEN im Landtag ist noch einmal das riesige Problem des Altbergbaus deutlich geworden. 227 km² des Ruhrgebiets sind betroffen. Kein Mensch in diesem Gebiet (aufgrund der Geologie überwiegend im südlichen Ruhrgebiet) kann sicher sein, ob er morgens noch aus dem Haus kommt oder vielleicht in einen über Nacht aufgetretenen "Tagesbruch" fallen kann.

Der aktuelle Fall der gestörten S-Bahn-Linie S6 im Essener Süden wurde jetzt auch kurz im Unterausschuss Bergbausicherheit behandelt. Presse und Fernsehen haben aber das allgemeine Problem weiter aufgegriffen.


[7.12.2017]

Bürgerinnen und Bürger: Ihr könnt aufatmen. Eure ehemalige Landesmutti Hannelore Kraft, fällt nicht ins Bergfreie!

Der Bergbauunternehmer RAG hat sich erbarmt und der fast mittellosen und erwerbslosen Hannelore Kraft "Asyl" geboten. Dabei hat RAG  noch nicht einmal auf die Qualifikation der neuen Mitarbeiterin geachtet und sie unabhängig von jeglicher Qualifikation "eingestellt".

Hannelore Kraft wird neues Aufsichtsratsmitglied und löst damit den - auch so qualifizierten - Norbert Römer, den ewigen Fraktionsvorsitzenden der SPD im Landtag ab. (Zur Erinnerung: nach dem Wahldebakel wollte die SPD einen Neuaufgang mit neuen Köpfen - und wählt den alten Fraktionsvorsitzenden wieder zum neuen).

Zur Erinnerung: Hannelore Kraft hat als Ministerpräsidentin immer ein offenes Ohr für die Wünsche des Bergbauunternehmers gehabt. Bei ihrem denkwürdigen Auftritt zum Ende des BW West trat sie dann auch im Knappenkostüm auf. Tränen kullerten ihr über die Wangen. Nur für die Bergbaubetroffenen hat sie nie Zeit gehabt. Trotz mehrerer Versuche kam nie ein direktes Gespräch mit dem Landesverband zustande.

Böse Zungen behaupten, RAG bedanke sich mit dem lukrativen Posten im Aufsichtsrat für alte Gefälligkeiten und wolle weiterhin die vertrauensvolle Verbindung in die aktuelle Politik halten. Es ist ja auch nur ein weiterer Baustein nach Schröder, Wissmann, Pofalla, Müller etc., der bei uns Bürgerinnen und Bürgern ein Gefühl der Ohnmacht hinterlässt.

 

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