LVBB-NRW

Landesverband Bergbaubetroffener NRW e.V.

Umnutzung von Bergehalden

[25.1.2021]

Bekanntlich benötigt der Steinkohlenbergbau die ehemaligen Halden für Bergematerial nicht mehr. An vielen Stellen hat der Regeionalverband Ruhr diese Halden übernommen und sie einer Folgenutzung zugeführt. Viele kennen das Tetraeder in Bottrop oder das Berggeleucht in Moers.

Durch das selige, vorzeitige Ende des Bergbaus im Ruhrgebiet sind auf einigen Halden noch Schüttkapazitäten "frei", d.h. sie haben noch nicht das ursprünglich vorgesehene Ausmaß angenommen. Hier treffen sich jetzt Begehrlichkeiten aus verschiedenen Richtungen. RAG ist interessiert, weil es so u.U. die ökologische Aufbereitung einer Halde umgehen kann, die öffentliche Hand hat Interesse, Schüttkapazitäten für Bauschutt, aber auch für Reststoffe aus Industrie und Energiegewinnung zu schaffen.

Im Einzelnen sind drei Halden im Gespräch

  • Brinkfortsheide (Erweiterung) in Marl
  • Hürfeldhalde in Dorsten
  • Halde Lohmannsheide in Duisburg/Moers

Zur Nachnutzung ist eine gemeinsame Gesellschaft DAH, "Deponie auf Halden", gegründet worden, jeweils zu 50% RAG Immobilien und Abfallgesellschaft Ruhr als 100%ige Tocher des RVR.

Vor Ort regt sich allerdings Widerstand unter den Bürgerinnen und Bürgern. Viele können nicht einsehen, ein Ende des Schüttens von Bergematerial erreicht zu haben und dafür jetzt mehr oder weniger Sondermüll vor ihre Haustür gesetzt zu bekommen.

Die Stadt Dorsten hat jetzt in einem Beschluss des Bau- und Planungsausschuss scherweigende Mängel in dem Genehmigungsprozess aufgewiesen.

Hier kann man das in der Sitzungsvorlage nachlesen (Top 5).

Hier gibt es einen Artikel in der Dorstener Zeitung dazu.

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