[11.8.2026]
Nun ist das Dilemma um die Grubenwassereinleitung in Walsum eingetreten, was wir schon lange vorhergesagt hatten. Damit ist die Prognose der Bergbehörde im Zusammenspiiel mit RAG falsch gewesen, oder wie es der Leiter der Bergbehörde in anderem Zusammenhang (vor dem Unterauschuss Bergbausicherheit in Düsseldorf) vielleicht formulieren würde: "Die Prognose war richtig - sie ist nur nicht eingetreten". Andere Leute nennen so etwas Realsatire,
Zum Verständnis:
RAG muss zum Schutz des Grundwassers den Pegel des Grubenwassers in großer Tiefe halten, genauer zwischen -754m und .746m. Wenn nicht gepumpt wird, steigt das Grubenwasser, wenn viel gepumpt wird, fällt das Grubenwasser.
Andererseits gibt es zum Schutz des Rheins auch die Vorgabe, dass unter einem Pegel von 2,43m (Ruhrort) RAG nur noch ungefähr die Hälfte des nötigen Grubenwassers einleiten darf. Die Folge ist, dass das Grub3enwasser steigt und seit Anfang August ist es vermutlich schon zu hoch - oder RAG pumpt doch mehr, als sie dürfen. Den Pegel Ruhrort kann man hier ablesen.
Ganz genau wissen wir es noch nicht, gegen welche Ragelung sie gerade verstoßen, ist noch unklar. Die entsprechenden webportale sind noch nicht aktuell. Über geodaten.rag.de kann man den Grubenwasserstand sehen, über elwasweb.nrw.de die Menge des eingeleiteten Grubenwassers einsehen. Für beide Informationsmöglichkeiten haben wir als Landesverband lange kämüfen müssen. Der letzte Stand ist dort vom 31. 7. und weist noch eine "Reserve" von 20cm auf - bei täglichem Anstieg von mehreren Dezimetern tägllich.
Und wie kommt man aus dem Dilemma wieder heruas:
Es wird wieder eine der ominösen Ausnahmegenehmigungen wie an der Ruhr in 2020 (nach der illegalen Einleitung in 2018 dort) geben und es muss endlich eine Reinigung des Grubenwassers erfolgen - nicht so ganz billig, aber es ist die einzige Lösung.
Der WDR hat heute berichtet, kennt aber zur Zeit noch nicht die ganzen Zusammenhänge.