LVBB-NRW

Landesverband Bergbaubetroffener NRW e.V.


[15.2.2019]

Nein, das muss man den vielen Tausenden von Bergbaugeschädigten nicht auch noch an tun. Viele leiden dauerhaft an Schieflagen in ihren Immobilien und dann sollen Sie auch immer wieder auf der Straße an den Verursacher erinnert werden? Nein das braucht die Menschheit nicht!

Es wird auch ein falsches Bild vermittelt. Eine Romantiiserung des Steinkohlenbergbau ist nicht gerechtfertigt.

Der Bergmann, der hier dargestellt wird, war ein armes Schwein, er hat unmenschliche Arbeitsbedingungen gehabt, wurde von den Bergwerksbeistzern ausgebeutet und war mit 45 Jahren mit Staublunge "platt". Und der Bergbau, der jetzt endlich beendet wurde, ist nicht der Bergbau des braven Bergmanns gewesen, sondern ein rücksichtsloses Ausrauben der Lagerstätten im Hochleistungsabbau, der seit 60 Jahren vollkommen unwirtschafltich so "nebenbei" Eigentum und Umwelt zerstört hat und zudem für Ewigkeitskosten von allein 220 Millionen Euro für Grubenwasserpumpen gesorgt hat. Da braucht man als Erinnerung kein Männchen! Das wird unsere Kinder, Enkel, Urenkel usw. noch lange genug beschäftigen!

Typisch sind auch die Protagonisten der Bergmann-Ampeln! Es sind wieder die ewig Gestrigen, die wahrscheinlich noch täglich Tränen ob des Ende des Steinkohlenbergbaus  verdrücken!

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[13.2.2019]

Grubenwasseranstieg Revier 2018k
Seit 2017 ist eigentlich klar, dass das Grubenwasser revierweit steigt - mit Ausnahme von Haus Aden und Prosper Haniel. Im Arbeitskreis für die Untertageverbringung von Müll war es schon peinlich genug, als die Bergbehörde endlich damit rausrücken musste, dass während der Gutachtenerstellung zwar keine neuen Genehmigungen erteilt wurden, aber viele Genehmigungen eben schon längst erteilt worden waren. Lange hatte die Bergbehörde und das übergeordnete Ministerium dem Staatssekretär Knitsch aus dem Umweltministerium suggeriert, es würden keine weiteren Fakten durch laufenden Wasseranstieg geschaffen.

Jetzt ist die Situation also so, dass das Grubenwasser steigt - aber eigentlich noch kein gültiges Gesamtkonzept vorliegt. Das musste Herr Grigo von der Bergbehörde jetzt den Abgeordneten aus dem Unterausschuss Bergbausicherheit nun gut verkaufen.

Einfallsreich wie die Behörde ist, gibt es in Bergwerken jetzt eine "tiefste Sohle", die aber doch nicht die unterste Abbauebene ist. Vielmehr kann man unter der tiefsten Sohle noch "Unterbergbau" betreiben. Und wenn dieser Unterbergbau dann geflutet wird, ist das eigentlich noch kein Grubenwasseranstieg.

Konkret wurde damit z.B. behauptet, dass in BW West die tiefste Sohle bei ca. -720m lag, darunter bis auf -840m bzw. in Niederberg bis auf -1100m unter der Erdoberfläche nur "Unterbergbau" betrieben wurde - und nur der wäre jetzt geflutet. Herr Grigo ist nicht nur einfallsreich, er verschweigt auch, dass nach dem Entwurf des Grubenwasserkonzepts der RAG diese -740m der geplante Höchststand des Grubenwassers im Bereich des BW West sein soll (da es dann nach Walsum übergeleitet wird) und daher am linken Niederrhein der Grubenwasseranstieg eigentlich schon abgeschlossen ist - eben ohne rechtsgültiges Gesamtkonzept.

Vergleichbar ist es in vielen anderen Bereichen des Ruhrgebiets. (Durch Klick auf die Grafik oben erhält man eine größere Ansicht. Die Daten sind über den Bürgerinformationsdienst der RAG abrufbar.)

Folgende Grafik verdeutlicht die Schachttiefen und dort die tw. schon lange gefluteten Bereiche (Quelle: Abschlussbetriebsplan BW West, Wassertechnisches Feinkonzept für die Durchleitung der Grubenwässer auf dem Bergwerk West zur Zentralen Wasserhaltung Walsum, RAG):

 Wasserniveaus West Walsum k


[21.1.2019]

Hier sind noch ein paar Links auf Presseberichte zum Ende des Bergbaus:

(Leider sind die Artikel nicht immer vollständig frei gegeben)


[09.01.2019]

RAG hat heute die Ergebnisse einer Pilotstudie veröffentlicht. Damit ist das bewiesen, was schon lange klar war. In den 80er Jahren wurde PCB-haltiges Hydrauliköl tonnenweise unter Tage gebracht und "spritzte auch bei geplatzten Schläuchen schon einmal durch die Gegend", so die Aussage eines betroffenen Bergmanns. Selbstverständlich hat sich dadurch PCB im Blut der Bergleute angereichert. Bis jetzt wurde das aber eher verleugnet.

Anders als durch die Titelzeile der RAG-Veröffentlichung "Bergleute nicht gesundheitlich gefährdet ..." sind die Bergleute zwar nicht akut gefährdet - sonst wären sie schon damals alle zu Tode gekommen. Aber ohne jegliche Gesundheitsgefährdung wäre PCB auch nicht verboten worden. PCB ist eindeutig krebserregend - wie beispielsweise das Rauchen. Zum Glück fällt aber nicht jeder dem Krebsrisiko zum Opfer. Wir wünschen jedem Bergmann, dass er trotz dieser Belastung ein langes Leben hat.

>>RAG-Veröffentlichung

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