LVBB-NRW

Landesverband Bergbaubetroffener NRW e.V.


[09.01.2019]

RAG hat heute die Ergebnisse einer Pilotstudie veröffentlicht. Damit ist das bewiesen, was schon lange klar war. In den 80er Jahren wurde PCB-haltiges Hydrauliköl tonnenweise unter Tage gebracht und "spritzte auch bei geplatzten Schläuchen schon einmal durch die Gegend", so die Aussage eines betroffenen Bergmanns. Selbstverständlich hat sich dadurch PCB im Blut der Bergleute angereichert. Bis jetzt wurde das aber eher verleugnet.

Anders als durch die Titelzeile der RAG-Veröffentlichung "Bergleute nicht gesundheitlich gefährdet ..." sind die Bergleute zwar nicht akut gefährdet - sonst wären sie schon damals alle zu Tode gekommen. Aber ohne jegliche Gesundheitsgefährdung wäre PCB auch nicht verboten worden. PCB ist eindeutig krebserregend - wie beispielsweise das Rauchen. Zum Glück fällt aber nicht jeder dem Krebsrisiko zum Opfer. Wir wünschen jedem Bergmann, dass er trotz dieser Belastung ein langes Leben hat.

>>RAG-Veröffentlichung


[09.01.2019]

Der Grubenwasseranstieg wird in jedem Fall dazu führen, dass sich die Erdoberfläche hebt. Jede Bewegung der Erdoberfläche kann aber Schäden hervorrufen, hier dann Bergschäden. Durch ein Urteil des OLG Köln wurde schon vor Jahren klar gestellt, dass der in dem Grundbuch mancher Immobilie eingetragene "Bergschadensverzicht" hier keine Wirkung entfaltet.

Die RAG  hat gegenüber dem saarländischen Bergamt wie auch den politischen Gremien im Saarland schon im Februar 2018 verbindlich erklärt, dass sie dem Urteil folgend auch in Zukunft handeln wird - eigentlich selbstveständlich, aber immerhin.

Das BBergG schließt inzwischen für diese Hebungsschäden ausdrücklich auch die Bergschadensvermutung ein.


[07.01.2019]

Der Bericht der Bergbehörde 2017 ist jetzt über die Internetseite abrufbar.

Auf der letzten Sitzung des Unterausschusses Bergbausicherheit wurde der Bericht schon vom Abt.leiter Wagner vorgestellt. Eine ernsthafte Nachfrage bzw. Diskussion war aber nicht möglich, da der knapp 100 Seiten starke Bericht den Abgeordneten erst am Tage vor der Sitzung zur Verfügung gestellt wurde. Der LVBB hat erst während der Sitzung Zugriff erhalten.

Insbesondere der Beitrag zum Grubenwasseranstieg in Ibbenbüren gibt viele Ansätze zur kritischen Auseinandersetzung.


[31.12.2018]

Im Spiegel ist ein lesenswerter Bericht zum Ende des Steinkohlenbergbaus erschienen.

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